EIN NORMALER MENSCH IST NICHT STEUEREHRLICH

Nach der wirtschaftlichen Interessenslage an der Leistung schwarz bezahlter Kaufpreisanteile bei einer Betriebsveräußerung zieht aus den nicht deklarierten Kaufpreisanteilen ("Schwarz-Zahlungen") regelmäßig nicht der Käufer, sondern der Verkäufer einen wirtschaftlichen Vorteil. Der in diesem Zusammenhang behauptete Erfahrungssatz "das Normale bei einem Menschen" sei "seine Steuerehrlichkeit", findet in der gerichtlichen Praxis der mit Abgabensachen befassten Senate des VwGH keine Bestätigung.

(VwGH 93/13/0300 vom 29.5.1996 aus ARD 4781/96)